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Illustration für den Ems-Fehn-Group-Kalender 2019
In drei Phasen erstellen wir kleine und aufwändige Illustrationen für unsere Kunden. Selbst ist die Agentur. Ein Zitat von Germar: "Ein Designer, der nicht illustrieren kann, ist nur ein halber Designer!"

Phase 1: Ideenphase

Steht der Entschluss, Illustrationen einzusetzen, werden passende und aussagekräftige Motive entwickelt. Diese entstehen in der ersten Phase in Form von Ideenrunden, intern oder mit dem Kunden. Alternativ hierzu setze ich mich alleine mit meinem iPad in eine gemütliche, stille Ecke (oder setze am Schreibtisch Kopfhörer auf) und lasse den ersten Ideen freien Lauf. Sind die ersten Scribbles fertig, werden diese bereits mit dem Kunden abgestimmt, um das zu erstellende Motiv gemeinsam im Detail und Aufbau festzulegen.

Phase 2: Umsetzung

Seit einiger Zeit bin ich selbst auf das iPad Pro und die für mich mit Abstand für Illustrationen am Besten geeignete App ProCreate umgestiegen. Früher habe ich auch auf Papier gemalt. Doch das digitale Zeichnen ist viel effizienter. Es spart Zeit, Papier und Nerven. Und das Ergebnis ist qualitativ genauso gut. Zusätzlich ist ein Wacom Cintiq bei uns im Einsatz – ein Screen, auf dem man direkt zeichnen kann.

Außerdem kann man nachträgliche Anpassungen sehr viel schneller umsetzen, als wenn man eine Korrektur an einer auf Papier erstellten Illustration vornehmen muss. Nach der Zeichnung der Formen kommt die Coloration. Hierbei greife ich entweder auf vorhandene Illustrationen des Kunden zurück, um den Look beizubehalten. Oder ich orientiere mich bei einigen Motiven an der Farbgebung echter Fotos und spiele dann mit den Farbtönen. Je abstrakter das Motiv, desto freier gehe ich mit den Farben um.

Phase 3: Reinzeichnung und Verwertung

Die Reinzeichnung ist die finale Fertigung der Illustration. Dabeii geht es um folgende Punkte:

Qualität: Wie sauber muss die Illustration technisch umgesetzt sein?  Allglatt oder eher raus und handgemacht. Dementsprechend optimiert man die angefertigte Illustration viel oder wenig.

Formatanpassungen: Je nach Auftrag, Verwendungszweck und Motiv lege ich die Illustrationen als Vektorzeichung (fast unendlich vergrößerbar) oder pixelbasierte Illustration an. Außerdem erfragen wir vorab schon die Verwendungszwecke. So kann ich bei der Anlage darauf achten, dass die Illustrationen im richtigen Seitenformat angelegt sind. Manchmal wird die selbe Illustration in verschiedenen Formaten angepasst. Beispielsweise in der einen Anwendung im Querformat und in der anderen im Hochformat. Hierbei muss ich das Composing oft noch mal anfassen und einzelne Elemente verschieben, Größen verändern oder Objekte weglassen, ohne dass es auffällt.

Produktionsart: Illustrationen sind oft nur ein Teil eines Gesamtauftrags. Sie werden häufig in Seitenlayouts oder in Mock-Ups, passend zum Verwendungszweck, eingesetzt. Bei Druckeinsatz muss die Illustration gewissen Farbeinstellungen entsprechen, um genauso brilliant und mit der gleichen Farbtiefe wie auf dem Monitor produziert zu werden. Hierzu muss ich in Photoshop manchmal zusätzlich die Farben anpassen. Sollen die Illustrationen für Webanwendungen oder gar für Animationen verwendet werden, ist darauf zu achten, dass die zur Verfügung gestellte Datei eine Maximalgröße hat. So werden Ladevorgänge optimiert.

Nutzungsrechte für unsere Kunden

Der Kunde kauft bei Freischuetz die für die Illustration räumlich und zeitlich uneingeschränkten Nutzungsrechte ein, bezogen auf das fertige Produkt, in dem die Illustration verwendet wird. Dieses Vergütungsmodell hat sich für uns und unsere Kunden im Laufe der Jahre als praxisnahester Kompromiss bewiesen.